Unterwegs im Lande des Vlad Țepeș | Erster Teil

valentino

România

Illustration: Valentino

Es war eine Fahrt ins Ungewisse, in ein Land, welches uns nur aus Erzählungen bekannt gewesen war. Rumänien. Zwar verbanden wir mit diesem Namen damals eher wenig, doch bot dieses Land viel an verborgener Vergangenheit: Die Herrschaft des Römischen Reiches, die erbitterten Kämpfe gegen die Heere der Osmanen. Selbst die alten Griechen hatten Anteil an der kulturellen Entwicklung des sich bis zum Schwarzen Meer erstreckenden Landes im Osten Europas. Und nicht zu vergessen, dass es in jüngster Vergangenheit einer fast 30-jährigen Schreckensherrschaft unter dem Diktator Nicolae Ceaușescu trotzte.

Das Land glich einer uneinnehmbaren Festung. Nicht nur ideell, sondern auch geographisch hatte es die Form einer gewaltigen Burg. Die Karpaten schlugen einen riesigen Bogen von Nordwesten her kommend um das transsilvanische Hochland herum nach Südosten und wieder zurück nach Westen. Auf der anderen Seite dieser natürlichen Festungsmauer lag im Süden die flache Walachei und im Osten das hügelige Moldawien. Die Donau mündete in der Dobrudscha in Form eines Deltas in das Schwarze Meer, welches sich durch Aufschwemmung immer weiter in dieses hineinfraß.

Im Jahr zuvor in Budapest hatten wir die Idee bekommen, das „Land des Grafen Dracula“ näher kennen lernen zu wollen. Dass wir uns zu diesem Zweck unserer Fahrräder bedienten, sollte sich im Nachhinein als ein ausgesprochener Vorteil erweisen. Es war für uns die beste Möglichkeit, die Menschen kennen zu lernen und körperliche Anstrengung mit Naturnähe zu verbinden. Tatsächlich sammelten wir aufgrund dieser Fortbewegungsmethode eine Vielzahl an Kontakten und einmaligen Naturerlebnissen.

(c) valentino 2012

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6 Gedanken zu “Unterwegs im Lande des Vlad Țepeș | Erster Teil

  1. Rumänien! Toll, das würde mich auch mal reizen – als langjähriger Vampirfan wäre das ja schon fast eine Studienreise ; ) Allerdings wäre ich wahrscheinlich zu faul, um das Land zu durchradeln. Und die Karpaten – ist das nicht sehr anstrengend? Freue mich jedenfalls auf weitere Teile der Reise!

  2. Hallo Valentino!
    Dass muss wahrlich eine abenteuerliche Reise gewesen sein. Am liebsten würde ich nun direkt zum Buch „Dracula“ von Bram Stoker greifen. Auf deine Fortsetzung warte ich gebannt. Die Illustration gefällt mir sehr!

  3. Pingback: Bram Stoker, Dracula. Ein Vampirroman « Tottes kleines Literaturlexikon

  4. Wir sind gespannt auf weitere Teile, zumal die Karpaten zu den europäischen Landschaften gehören, die sich auf unserer Wunschreiseliste befinden.

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