geheimschrift des iohanan vom aufstieg aus dem dunkelen reich ins licht | siebte kanzone | 1-4

belmonte

siebte kanzone

1

die luft ist stille
fährt gestirn zur nacht
seit aller frühe hab ich zugebracht
ein schaun auf mein vergangensein
wann aufgewacht

2

ein glanz
den ich in meinen händen hielt
so hell
bis wanns mir aus den händen fiel
von da an wars ein nimmermehr
mein hände leer

3

ich fühlt dein drücken
hielt dich nah bei mir
und hört dein sprechen
schwachen hauch gespürt
dein letztes wort ich nimmer fand
das mir zerrann

4

die luft ist stille
schau die nacht hinein
wird hernach ohne dich kein name sein
was einmal war als unser gang
ist jetzt allein

(c) belmonte 2014

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