Pakal – Auf den Spuren eines Blutherrschers | Sechster Teil

valentino

Illustration: Valentino

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Es war kalt und dunkel auf Huehues Busbahnhof. Eine Familie lag frühmorgens unter Decken vor dem kleinen Büro des Busunternehmens auf dem Bussteig. Daneben schlief zugedeckt eine Frau auf einem Stuhl neben einem Verkaufsstand. Ein Mann stieg auf die Stoßstange eines alten Busses, öffnete die Motorhaube und goss den Inhalt eines Kanisters in den Tank. Unterdessen erschien ein anderer Mann mit abgetragenem Hut.

Der Fahrer stieg in den Bus und zündete den Motor. Zwei Glühbirnen erleuchteten das Zielschild. Ein Scheibenwischer wischte über die Windschutzscheibe. Der Motor stotterte und sprang an. Der Mann mit Hut ging zum Laden und reichte der Verkäuferin, die gerade aufgewacht war, einen Fünfzig-Centavo-Schein. Die Frau nahm den Geldschein, öffnete einen Kühlschrank, holte eine Flasche heraus und gab sie dem Mann. Dann setzte sie sich wieder auf den Stuhl und warf sich die Decke über. Ein zweiter Hutträger gesellte sich zum ersten. Beide begannen ein Gespräch in einer mir unverständlichen Sprache.

Das Licht im Bus ging an. Die beiden Männer stiegen ein. Auch ich stieg ein und nahm Platz. Es folgte eine Gruppe Touristen, die kurz darauf allerdings wieder ausstieg, um einen anderen Bus zu nehmen. Dieser sollte ebenfalls nach Todos Santos fahren, würde jedoch für dieselbe Strecke weniger Zeit benötigen. So hatte es ihnen jedenfalls ein Mitarbeiter des anderen Busunternehmens gesagt. Durch das Fenster konnte ich im Halbdunkel sehen, wie die Gruppe eilig auf den abfahrenden, vermeintlich schnelleren Bus aufsprang. Kurz darauf, als der Motor warmgelaufen war, startete auch mein Bus.

(c) valentino 2016

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