Jeremy Shaw: Liminals (Filmkurzrezension)

belmonte

Ich habe Jeremy Shaws Kurzfilm Liminals zuerst auf der Biennale di Venezia 2017 gesehen und dann nochmal vergangenen Oktober in den Store Studios in London. Der 20-minütige Film ist hervorragend anspruchsvoll.

In einer dystopisch-verkümmerten Zukunft gibt es keine Religion mehr, wodurch auch das menschliche Gehirn immer mehr versiecht. Eine Gruppe von Spiritualisten versucht durch Gruppenekstase und Maschinen-DNA die Spiritualität eines Paraspace, den sie Liminals nennen, wiederzuentdecken, um so die menschliche Evolution doch noch zu retten.

Artistisch, linguistisch, endzeitlich, psychedelisch. Liminals wirkt bei mir immer noch nach.

Womöglich brauchen wir alle irgendwann Maschinen-DNA, um uns in einer Zeit zu transzendieren, in der unsere Gehirne nicht mehr in der Lage sind, an irgendetwas zu glauben.

Leider ist der gesamte Film nirgendwo im Netz komplett zu sehen.

(c) belmonte 2018

Siehe auch https://thevinylfactory.com/news/jeremy-shaw-liminals-exhbition-store-studios/