Die Entstehung eines Aquarells | 8

8. August 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

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Musik, Hässlichkeit und das Mittelmeer (Werkstatt)

8. Juli 2017 § 2 Kommentare

belmonte

Die USA haben als ihre Nationalmusik Jazz und Blues, aus denen ein Gutteil der Popmusik hervorgegangen ist, entstanden aus gebrochener Geschichte, durchdrungen von afrikanischen Grundelementen, osteuropäischer Klangwelt und europäischer Polka, die über Irland nach Amerika übergefidelt ist. Wenn Europa zusammenkommen will, braucht es eine eigene originäre Musik, die klar als europäische Musik erkannt wird, populär ist, jugendlich, ekstatisch. Sie wird das Prinzip der Diversität in sich enthalten und wird, wie Jazz und Blues, kontinuierliche Erneuerung nicht nur erlauben sondern dazu motivieren und sie geradezu fordern, sie wird in ihrer Ekstase kindlich vorausschauend, in ihren Brüchen traurig, melancholisch und weise sein, sie wird eine Synthese verschiedener Peripher- und Zentralmusiken sein, aber kein willkürlicher Mix, sie wird spontan entspringen und nicht erdacht sein, sie wird Symptom sein eines Europa, das zusammenhalten will, weil es zusammenfällt, das ist Gesang. [Pizzico, Fado, armenische Musik, Polka, Electronica, Fidel etc.]

Sprechen wir über die Hässlichkeit von Armut und Not? Gehen die Werbungen für Hilfsorganisationen mit hübschen Kindergesichtern an der Realität vorbei, sind bestenfalls zielführend? Wo werden Dreck und Hässlichkeit gezeigt? Erweckt Hässlichkeit kein Mitleid? Was aber ist dann der Wert echten Mitleids, wenn es von falschen Bildern abgerufen wird? Müssten, um Not zu bekämpfen, die falschen Bilder entfernt werden? Lassen sie sich zumindest dekonstruieren? Wie aber dadurch sie wieder neu zusammensetzen? Wem ist geholfen, wenn Reichtum Armut nur durch die Brille der Schönheit betrachtet?

Pulse of Europe

Pulse of Europe / Foto: belmonte

Ich befürchte, dass Europa als Nation wieder einmal als eine linke Bürgerbewegung startet, die dann von der Rechten übernommen wird, sobald diese Europa erst für sich entdeckt hat. Dann wird das Mittelmeer noch breiter und tiefer ausgebaggert. Einstweilen gefällt mir aber der Pulse of Europe, ein schöner Altersmix, darunter sogar Studenten, die für Freihandel eintreten (!), jedenfalls die fällige Antwort auf die Populisten.

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Fortgang der Arbeit | 36

13. Juni 2017 § 2 Kommentare

valentino

Weiter geht es mit der kleinen Serie Aquarellskizzen. Dabei setze ich die anhand der Ausstellungsobjekte entstandenen Bleistiftzeichnungen aus meinem Skizzenbuch um. Leider musste Jürgen den ersten Teil seiner Tour abbrechen, und so muss ich nun alleine tanzen.

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Es wird weiter getanzt / Foto: Valentino

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Lust und Lesen (Werkstatt)

10. Juni 2017 § 2 Kommentare

belmonte

George R. R. Martin: Der Winter naht

George R. R. Martin: Der Winter naht

Nach 250 Seiten habe ich den ersten Band von Game of Thrones beiseite gelegt. Ich war selten so gelangweilt. Die Kapitel haben alle denselben Aufbau: Exposition, Überraschung, Ausklang. Die Charaktere sind nicht im Ansatz tief, geschweige denn ihre Gespräche, die Landschaft hat ebenso wenig Tiefe, der gesamte Hintergrund ist so wenig intellektuell durchdacht, dass ich kontinuierlich enttäuscht war. Das Buch ist einfach nur jämmerlich. Ich habe kein weiteres Interesse, eine Fernsehserie zu lesen.

Was ist los? Es ist auf einmal heiß? Ist die Lust auf etwas, das kommt, das du erwartest, größer als dessen Vorhandensein? Du erwartest ein Theaterstück und empfindest Lust, aber während des Stückes geht dein Blick schon auf danach? Du freust dich auf das Buch, das auf deinem Nachttisch auf dich wartet, noch drei elende Wochen auf dich warten muss, und es lächelt dich an? Dann liest du es endlich, aber dein Blick geht schon darüber hinweg? Lust auf dies, Lust auf das, Lust auf das, was kommt, Droge ist Lust auf das, was noch nicht da ist, und wenn es da ist, zwischen den Fingern zerrinnt? Und die Ereignisse, die unerwartet kommen, die immer j e t z t sind, werden seltener, seltener, es gibt keine Lust auf ein Ereignis? Ereignis hat keine Wiederholung?

Ferris Jabr: The Reading Brain in the Digital Age

Ferris Jabr: The Reading Brain in the Digital Age

Ferris Jabrs Artikel The Reading Brain in the Digital Age: The Science of Paper versus Screens im Scientific American ist großartig. Das digitale Lesen ist noch gar nicht da, wo es sein könnte, und muss sich erst noch erfinden. Einstweilen steht das eBook dem analogen Buch nach, das als ein berührbarer, blätterbarer Gegenstand auch das räumliche Gedächtnis anspricht.

Ich muss noch einmal über den Unterschied zwischen einer transitiven „Lust auf …“, in der ein fiktives Ankommen angelegt ist, und einer intransitiven Lust nachdenken.

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Fortgang der Arbeit | 35 | Ausblick

2. Mai 2017 § 2 Kommentare

valentino

Im Frühjahr hole ich wieder die Wasserfarben hervor, das heißt: eigentlich liegen sie die ganze Zeit auf dem Tisch, werden aber kaum angerührt, weil ich in der kalten Jahreszeit überwiegend an Holzschnitt und Texten arbeite. Als Vorlage für die schnellen Aquarellskizzen dienen Bleistiftskizzen, die ich neulich während eines Museumsbesuchs angefertigt habe. Ein ausführlicher Beitrag zum Besuch folgt demnächst hier auf unserem Blog.

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Bei Tageslicht lässt es sich am besten malen. / Foto: Valentino

Und wie geht es weiter? Nächsten Monat hat sich Jürgen Küster, dessen hervorragende grafische Arbeiten ich sehr bewundere, für einen Besuch angekündigt. Im Rahmen seiner diesjährigen „Buchalovs-Freunde-Tour“ wird er, so hat er ins Auge gefasst, bei mir zu Gast sein. Geplant ist ein gemeinsames künstlerisches Projekt, auf das ich schon sehr gespannt bin. Natürlich wird es auch hierzu zu gegebener Zeit Beiträge bei „Vnicornis“ geben.

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ich begleitete die Menschen (Blackout Poetry)

4. März 2017 § 4 Kommentare

Blackout Poetry ich begleitete die Menschen

ich begleitete die Menschen / Foto: belmonte

Entstanden beim Autorenwochenende auf der Tromm, 2. bis 4. Dezember 2016.

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Im Licht sah man Menschen (Blackout Poetry)

28. Februar 2017 § Ein Kommentar

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Im Licht sah man Menschen. / Foto: Valentino

Entstanden beim Autorenwochenende auf der Tromm, 2. bis 4. Dezember 2016

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