geheimschrift des iohanan vom aufstieg aus dem dunkelen reich ins licht | siebte kanzone | 1-4

belmonte

siebte kanzone

1

die luft ist stille
fährt gestirn zur nacht
seit aller frühe hab ich zugebracht
ein schaun auf mein vergangensein
wann aufgewacht

2

ein glanz
den ich in meinen händen hielt
so hell
bis wanns mir aus den händen fiel
von da an wars ein nimmermehr
mein hände leer

3

ich fühlt dein drücken
hielt dich nah bei mir
und hört dein sprechen
schwachen hauch gespürt
dein letztes wort ich nimmer fand
das mir zerrann

4

die luft ist stille
schau die nacht hinein
wird hernach ohne dich kein name sein
was einmal war als unser gang
ist jetzt allein

(c) belmonte 2014

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geheimschrift des iohanan vom aufstieg aus dem dunkelen reich ins licht | siebter gesang | 185 bis 188

belmonte

siebter gesang

185 schunemydalas blick wurde immer trüber
und was im licht schien wurde îr unsichtbar
in îren schmerzen aber gelang es îr
ajuns hand festzuhalten ans ende über

186 während sie den eishauch spürte um sich fahren
der schattengestalten die kamen die frierende
fortzutragen von allen irdischen dingen
ajun konnte sie nichmer davor bewahren

187 konnte îr leben nichmer hochhalten îre
hände wurden im tode schwächer sie ging
dahin er hielt sie in seinen kinderhänden
fest umschlungen und musste sie doch verlieren

188 faltete seine finger wann îrer fingeru
steife begann sechs tage blieb er am ende
und sechs nächte allein sitzen über seiner
mutter erkalten nie mehr wiederzubringen

(c) belmonte 2014

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