schunemydalas tod | teil 1

belmonte

schunemydalas tod

1

in schwerer krankheit legte sich îrer tage
ende schunemydala zum sterben nieder
und fasste îren sohn ajun an der hand
der saß an îrem bett und mochte nichts sagen

kummernis schaun seiner mutter wieder wieder
saß er sechs tage und sechs nächte und kannte
kein innehalten anderes zu beginnen
was anders konnte denn sein das wär îm lieber

als schunemydala leise worte fand
ajun kein jammernis oder tränen fingen
wann kein kindsein mehr îm davor auszublenden
dass er auf der höhe îrer worte stand

in îren schmerzen konnte îr hand gelingen
ajun festzuhalten über ihrem ende
spürte sie schon den eishauch dunkler gestalten
sie fortzutragen von den irdischen dingen

(c) belmonte 2012

„Schunemydalas Tod I“, Valentino, 2011, 40 x 30 cm, Aquarell und Bleistift auf Aquarellpapier