Die Künstlerkolonie Tromm | 5

20. Januar 2015 § 3 Kommentare

waldschrat

Seltener Anblick: Ein Waldschrat außerhalb seines Wohnquartiers / Aquarellskizze: Valentino

Im dichten Nebel verirrten wir uns im Trommwald. Wasser tropfte von den Bäumen auf das nasse Laub. Es raschelte, etwas huschte an uns vorbei. Ein kalter Windstoß wehte die Blätter gegen unsere Jacken. Vor einer Stunde waren wir vom Weg abgekommen, seitdem streiften wir durch Geäst, an dem hier und da rotbraune Blätter im Wind schaukelten. Auf einmal sahen wir kleine trübe Lichter im Nebelschleier, die auf und ab hüpften und sich von uns fort bewegten. Wir folgten ihnen eine Zeitlang, bis wir zu einem Haufen moosbewachsener Granitfelsen kamen. Zuerst dachten wir an die Trollhöhle, doch schienen wir so tief im Wald zu weit von ihr entfernt. Da bemerkten wir zwischen den Felsen ein Glitzern und griffen danach, als plötzlich laut kreischend ein Waldschrat vor uns aufsprang und mit seinen astigen Fingern in unsere Armgruben kniff. Er ließ uns erst in Ruhe, als wir die glitzernden Gegenstände auf den Boden warfen und uns von den Felsen entfernten. Wir bekamen einen ziemlichen Schreck und fanden schließlich wieder zurück zum Weg. Wir dachten, diese Wesen gäbe es nur im Märchen.

(c) valentino und belmonte 2015

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ORTE KRIEGEN NASSE FÜSSE | TEIL 12 VON 24

19. August 2014 Kommentare deaktiviert für ORTE KRIEGEN NASSE FÜSSE | TEIL 12 VON 24

valentino

Centro Comercial, Plaza Río, Zona Río, Tijuana

Centro Comercial, Plaza Río, Zona Río, Tijuana / Foto: Valentino

VOR ALLEM DER SÜDEN DES LANDES IST IN WIE ER HEISST ABER AUF DIESEM MARKT BESCHÄFTIGUNGS-ALTERNATIVEN DIE ZAHL DER WAR DIE ANWESENHEIT VON INDIGENEN DREI PROZENT DANN GIBT ES AUS WIRTSCHAFTLICHEN AUSNAHME VON INDIANERN AUS OAXACA KLEINEN UND MITTLEREN STÄDTEN IM SÜDEN OAXACA UND MIXTEKEN AUS GUERRERO ABER KEINE STAATLICHEN INVESTITIONEN ERHALTEN DER EINWANDERUNG ERWEITERT DIE HISTORISCH IN STAATEN DER ABWANDERUNG MESTIZEN BEI IHRER EINWANDERUNG ZUR DURANGO JALISCO DAS HEISST STAATEN AUS ZU BEGLEITEN INDIANER AUS CHIAPAS ZU STOCKTON BAKERSFIELD SANTA ANA UND EINMAL DURCHQUERTEN WIR DIE MÜNDUNG FERNANDO DIE WICHTIGSTEN FREUNDE EINMÜNDETE ICH ERINNERE MICH WIR WARTETEN IN DIE VEREINIGTEN STAATEN IN UND ZU WISSEN WIE MAN SCHWIMMT MIETETEN FÜR JEDE PERSON DIE WIR BRACHTEN SIE IN EINE TASCHE DIEJENIGEN DIE ZU BRINGEN DIE SICH IN LOS ANGELES BEFANDEN UND MIT EINER HAND TRUG ICH MEINE IHREM ZUHAUSE ICH WUSSTE ALS WIR ANKAMEN SO ETWAS WIE EIN STRUDEL UND DAS IST NEBEN DER KATHEDRALE EINEN MARKT GIBT HABE UND EIN ANDERES MAL ALS WIR ALS WIR ZU DIESEM MARKT GINGEN FRAGTE WASSER AUCH BIS ZUM HALS STAND MUSSTEN SEITE GEHEN WÜRDE DIE ERSTE PERSON UNSERER ANKUNFT UNTER EINIGEN BÄUMEN IN JETZT WIR WOLLEN FRÜHSTÜCKEN WIR BEGABEN SIE AUSZUZIEHEN WEIL WIR OFT WIR WIR GERADE FRÜHSTÜCKTEN KAM DIESE PERSON SAN CLEMENTE HATTEN WIR KEINE RÄUME SPRECHEN UND ER SAGTE UNS DASS EINIGE ANDERE LEUTE WENN MAN BEGINNT IST ES ZWÖLFHUNDERT VERLANGE ABER ICH SAGE IHM DASS SEHR ORGANISIERT IST DU BIST NICHT SEHR SAGTE DASS ER SECHSHUNDERTFÜNFZIG VERLANGE MAN SICH UND SCHON HAST DU ALLES IN MICH ODER IN HÄUSERN DIE FREUND MIETEN ERLEBNISSE
“El Bordo”, Tecate, Tijuana

“El Bordo”, Tecate, Tijuana / Foto: Valentino

(c) valentino 2014

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Najade und Pan

18. Februar 2014 Kommentare deaktiviert für Najade und Pan

Najade und Pan

„Najade und Pan“, Valentino, 2011, 40 x 30 cm, Aquarell und Kohle auf Aquarellpapier

Im Mündungsgebiet der Donau

27. August 2013 Kommentare deaktiviert für Im Mündungsgebiet der Donau

valentino

In wenigen Schritten trage ich die Wasserfarben auf das Papier auf.

(c) valentino 2013

Fortgang der Arbeit | 8

6. August 2013 Kommentare deaktiviert für Fortgang der Arbeit | 8

valentino

In kurzer Zeit entsteht aus einer groben Zeichnung mit dem Bleistift das fertige Aquarellbild.

(c) valentino 2013

Unterwegs im Lande des Vlad Țepeș | 18. Teil

4. Juni 2013 § 4 Kommentare

valentino

In Moldawien

Illustration: Valentino

Beidseitig der Fahrbahn reihten sich perlenschnurartig entlang eines endlosen Bretterzauns bunte Häuser auf, vor denen ab und an Bänke standen. Zwischen Zaun und Straße breitete sich ein grasbewachsener Streifen aus, auf dem Einheimische Tomaten, Paprika und Melonen feilboten. Während einer Rast probierten wir kleine, mehlig schmeckende Trauben mit dicker Schale, welche in den Gärten und an den Häuserwänden rankten und die man zur Herstellung des moldawischen Weines verwendete.

An einer Tankstelle in Bacău standen Autos Schlange. Wir bogen auf eine Landstraße ab, die uns in das moldawische Hügelland hineinführte. Aufgrund der häufigen Steigungen schoben wir die Räder und erreichten vor Sonnenuntergang einen auf der Karte eingezeichneten See, an dessen Ufer Angler im Dämmerlicht Fische fingen. Alsbald ging die tiefstehende Sonne hinter den Hügeln am Seeufer unter. Bei Einbruch der Nacht schlugen wir das Zelt auf und die Rufe der Fischer begleiteten uns in den Schlaf.

In der sengenden Hitze des folgenden Tages erklommen wir Hügel um Hügel über staubige Straßen. Am späten Nachmittag holten wir mit Hilfe einer Kurbel kühles Wasser in einem Eimer aus einem zehn Meter tiefen Dorfbrunnen herauf, schütteten es über Haupt, Nacken und Schultern und ließen es an Armen und Beinen herabfließen. Wir zogen die nassen T-Shirts aus, wickelten sie uns gegenseitig um die Köpfe und füllten unsere Trinkflaschen. Nach der Weiterfahrt erreichten wir gegen Abend eine Stadt namens Tecuci.

(c) valentino 2013

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Unterwegs im Lande des Vlad Țepeș | Elfter Teil

5. Februar 2013 § 4 Kommentare

valentino

Verlies

Illustration: Valentino

Wasser tropfte in eine Lache, die sich in einer Ecke des Verlieses gebildet hatte. Durch einen Schacht fiel ein Lichtkegel, der auf die Wasseroberfläche sich ständig verändernde Muster zeichnete. Cecilia hockte auf dem klammen Steinboden. Über ihr wölbte sich eine kohlenähnliche, verkrustete Decke, durch die es hin und wieder dumpf schnarrte. Es roch modrig. Ihr Fußgelenk rieb sich wund an einer eisernen Fessel, die sie an eine Wand aus hartem Lehm band. Die Knie vor dem Körper lauschte sie dem gleichmäßigen Tropfen.

Sie erinnerte sich an den Tag im Sommer, an dem sie im Alter von fünf Jahren zum ersten Mal auf die Idee gekommen war zu schwimmen. Entlang des Ufers bildeten Laubbäume einen dichten Saum. Die Kinder des Dorfes johlten, wateten durch das Schilf oder sprangen von der Uferböschung aus ins Wasser. Über der glatten Oberfläche des Sees stand die Luft still. Cecilia tauchte ins Wasser, presste es mit den Armen beiseite und schluckte einen Schwall bei dem Versuch, Luft zu holen. Sie hustete, heftete ihren Blick auf die Wolken am Himmel, bevor sie abermals untertauchte und für einen Augenblick das Bewusstsein verlor.

Steil stiegen die grob in die felsige Wand des Gewölbes gehauenen Stufen der Steintreppe empor. Der obere Absatz mündete in einen Durchbruch. Cecilia spürte einen Luftzug auf der Haut. Metallisch, bleiern haftete das Eisen auf dem abgeschürften Knöchel. Sie kauerte auf der schroffen Erde, eingehüllt in Leinen, das an einigen Stellen abgerieben und zerrissen war, neigte ihren Körper vornüber und las in den Figuren, die das Licht auf das Wasser warf.

(c) valentino 2013

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Wo bin ich?

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