Pakal – Auf den Spuren eines Blutherrschers | Erster Teil

16. Februar 2016 § 2 Kommentare

valentino

Guatemala

Illustration: Valentino

Die Landeklappen an den Tragflächen der Boeing 737 surrten. Ich lehnte mich an die Rückenlehne des Sitzes und blickte aus dem Fenster in den dichten Nebel. Irgendwo unter mir musste sich die Landebahn befinden. Nach der Landung flanierten Reisende in den Läden des Terminals, die steuerfreie Ware anboten. Von den Decken herabhängende Monitore zeigten in Leuchtschrift Zielflughäfen in aller Welt. Im Spiegel des Waschraums erinnerten mich Ringe unter den Augen an fehlende Stunden Schlaf. Ich betätigte die Armatur über dem Becken, füllte meine hohlen Hände, beugte meinen Kopf vornüber und benetzte mein Gesicht mit Wasser.

Mit dem Handgepäck in der Hand spazierte ich durch das langgezogene Flughafengebäude. Am Flugsteig des Anschlussflugs setzte ich mich auf einen der Ledersitze, die sich im Wartebereich aneinander reihten. Durch die Glasscheibe beobachtete ich einige Arbeiter, die auf dem nebligen Vorfeld eine Maschine abfertigten. Aus dem Lautsprecher schallte eine kurze Durchsage, die Maschine – diesmal eine Boeing 747 – sei startbereit. Ich stellte mich in die Reihe. Die Flugbegleiterin grüßte und riss die Bordkarte ab.

Ankunft am späten Nachmittag in Mexico-City, Flughafen Benito Juárez: Sonnenuntergang in der Zwanzig-Millionen-Metropole. Im Flughafengebäude traf ich Geisler wieder, einen Mitreisenden aus Hannover, den ich bereits an Bord der Maschine kennengelernt hatte. Nachdem wir Grönland, Labrador und Texas auf der sogenannten Polarroute überquert hatten, lag der größte Teil der Reise hinter uns. In einer Stunde würden wir in Guatemala sein. Da Geisler in einem anderen Teil des Flugzeugs saß, verabredeten wir uns dort. Von oben konnte ich die Wolken sehen, die über dem Hochland hingen. Bei der Ankunft war es stockfinster.

(c) valentino 2016

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Qud

19. Mai 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Qud

Aquarell: Valentino, 2010

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12. Mai 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

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Aquarell: Valentino, 2010

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5. Mai 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Qud 1

Aquarell: Valentino, 2010

Vier Wege

14. Oktober 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Vier Wege

Aquarell: Valentino

Unterwegs im Lande des Vlad Țepeș | 17. Teil

7. Mai 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

valentino

Haus in den Karpaten

Illustration: Valentino

Tief hingen die Wolken in den bewaldeten Vorgebirgen der Karpaten. Bis nach Piatra Fântânele wand sich der Weg stetig bergauf und folgte einem Gebirgsbach durch eine tiefe Schlucht. Obwohl das trübe Wetter uns die Sicht auf die Landschaft verwehrte, hörten wir das Plätschern des Bachs und rochen das Moos auf dem Fels. Ein Feuersalamander kroch über den nassen Asphalt. In Holda trafen wir einen alten Mann, den wir nach einer Berghütte in der Gegend fragten und der uns fünf Kilometer durch den Regen ins Nachbardorf zum Holzhaus der Alesandrus führte, in dem wir unterkamen.

Das junge Paar Mioara und Zeno versorgte sich und ihre beiden Kleinkinder Maria und Toma mit selbstangebautem Gemüse aus dem Garten und mit Hühnereiern aus dem Stall. Auch gab es heißes Wasser zum Duschen und einen Ofen, an dem wir die nassen Sachen trockneten. Wir nahmen ein wohltuendes, mitternächtliches Bad und schliefen unter den warmen Decken rasch ein. Am nächsten Morgen machte Mioara sich Vorwürfe, weil ein Huhn fehlte. Sie hatte am Vorabend vergessen, die Tür zum Hühnerstall zu schließen, durch die in der Nacht ein Fuchs eingedrungen war.

Unsere Route führte entlang des Bettes der Bistrița und über einige Hügel, bis sich der Fluss vor Bicaz zu einem See staute, an dessen Uferhängen wir uns in einer Berghütte einmieteten. Am nächsten Morgen klarte der Himmel auf und wir sahen in der Ferne das Felsmassiv der Karpaten. Weil das Wetter unbeständig war und wir uns nach Wärme sehnten, rückten wir von unserer geplanten Route durch die Berge ab und nahmen Kurs ostwärts, um in dieser Richtung in einigen Tagen das maritime Klima der Region der Donaumündung zu erreichen.

(c) valentino 2013

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Die Entstehung eines Aquarells | 2

23. April 2013 § 2 Kommentare

valentino

Wie schon bei der Kristallhöhle vollende ich zunächst den Vordergrund. Die Zweige einer Tanne ragen in das Bild hinein. Dahinter entstehen die bewaldeten, regenwolkenverhangenen Berge unter einem trüben Himmel.

(c) valentino 2013

Wo bin ich?

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