Simon Probst: Das Grasen schwarzer Kühe (Gedicht)

30. April 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

(c) Simon Probst 2016

Die Entstehung eines Aquarells | 7

26. April 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

valentino

Ich zeichne die Figuren, schattiere und bilde die Konturen ein wenig mit dem Pinsel heraus. Danach beginne ich mit dem Hintergrund.

(c) valentino 2016

Pakal – Auf den Spuren eines Blutherrschers | Achter Teil

19. April 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

valentino

Illustration: Valentino

Illustration: Valentino

Abends aß ich in der Familie. Inzwischen waren die Gasteltern Emiliana und Santiago mit ihren Kindern eingetroffen. Emiliana und Paulina backten Tortillas. Dazu gab es Reis, Eier und Tamales, mit Bohnen oder Huhn gefüllte, in Maisblätter gewickelte und gekochte Maisklöße. Antonio, der älteste Sohn der Familie und Paulinas Mann, arbeitete derweil in Seattle und schickte der Familie Geld, das vor allem in den nebenan stehenden Rohbau aus Beton gesteckt wurde. Nach Fertigstellung des Hauses sollten dort Paulina und Antonio mit ihrem Sohn Eladio wohnen.

Nachdem die indigene Dorfbevölkerung in den frühen 80er Jahren zunächst aufgrund von Landversprechen mit der Guerilla sympathisiert hatte, ging das Militär repressiv und gewaltsam gegen sie vor: Es vertrieb sie oder tötete sie oder zwang sie in Milizen. Viele kehrten erst nach Jahren des Exils aus Mexiko zurück ins Dorf. Die Gewalt hatte einen tiefen Einschnitt in der Gesellschaft hinterlassen. Nachdem vormals in der Cofradía, einer traditionellen religiösen Bruderschaft, der Besitz von Land die soziale Stellung ihrer Mitglieder begründet hatte, öffnete sich nun die Gesellschaft der globalisierten Marktwirtschaft. In der Folge emigrierten viele Dorfbewohner – anstatt saisonal auf den Plantagen der Pazifikküste Baumwolle zu pflücken oder Zuckerrohr zu schneiden – in die Vereinigten Staaten, um dort zu arbeiten und so ihre Familien zu unterstützen.

Ich saß im Adobe-Haus inmitten der Mendozas, als Narcisa eintrat und sich zu uns an den Tisch setzte. Auch sie hatte die Gewalt im Dorf miterlebt. Nun erzählte sie mir, bevor ich mich unter die Decken auf meine Pritsche schlafen legte, von einem weiteren tragischen Ereignis, das sich vor einiger Zeit bei den Mendozas ereignet hatte: Cecilia, Antonios Schwester, verschwand auf dem Heimweg vom Kaffeefeld. Kurz darauf, als mir schon fast die Augen zufielen, hörte Emiliana die Flöhe husten und bereitete mir das Lager für die Nacht.

(c) valentino 2016

Dasein und Dirsein

16. April 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Heideggers Dasein über die Minne und Bubers Du zum Dirsein

Dasein und Dirsein

Dasein und Dirsein

(c) belmonte 2016

Pakal – Auf den Spuren eines Blutherrschers | Siebter Teil

12. April 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

valentino

Illustration: Valentino

Illustration: Valentino

Der Bus rollte über eine vom Regen lehmige schmale Bergstraße. Ein Lastwagen kam aus der Gegenrichtung. Die beiden Fahrzeuge manövrierten dicht nebeneinander und stießen zusammen. Der Außenspiegel des Busses brach ab. Kurz darauf fuhr uns ein anderer Bus entgegen. Für das Ausweichmanöver benötigten die Fahrer eine halbe Stunde. Etwa auf halber Strecke überholten wir auf einer Passstraße den Bus, der in der Früh kurz vor uns in Huehue abgefahren war und eigentlich auch vor uns in Todos Santos ankommen sollte, jedoch aufgrund eines Achsenbruchs am Gebirgspass liegen geblieben war.

In Todos Santos erwartete mich bereits Sandy vom Sprachprojekt. Sandy machte mich mit Narcisa bekannt, einer Freundin der Mendozas. Bei den Mendozas sollte ich wohnen. Narcisa führte mich in einen höher gelegenen Teil des Dorfes. Auf dem Hof der Familie saß Schwiegertochter Paulina am Webrahmen. Ihr dreijähriger Sohn Eladio lief zu ihr. Narcisa stellte mich vor. Paulina begrüßte mich auf Spanisch und führte mich in ein kleines, separates Zimmer, in dem auf einer Pritsche mehrere Wolldecken lagen. Dann zeigte sie mir das aus Adobe, Lehmziegeln, gefertigte Haus der Mendozas. Es gab eine Feuerstelle mit Steinplatte, Eimer und Feuerholz. An den Wänden hingen Töpfe, Tassen und einfache Haushaltsgegenstände.

Das Dorf lag relativ abgeschieden in einer unzugänglichen Bergregion. Ende der 50er Jahre wurde es ans Straßennetz angebunden: Durch den Bau einer Abzweigung von der Hochlandstraße durch den Höhenzug Los Cuchumatánes. Bei meiner Ankunft war ein Teilstück der Passstraße asphaltiert. Die Dorfbewohner bewirtschafteten ihre Felder, die zwischen zahlreichen schmalen Bergtälern lagen. Neben Mais wurden auch Kartoffeln, Brokkoli und Kaffee angebaut. Der alljährliche Zyklus der Landwirtschaft bestimmte den Lebensrhythmus der Dorfbewohner, bis ein Bürgerkrieg Anfang der 80er Jahre Gewalt ins Dorf brachte.

(c) valentino 2016

wo ich bin (Kanzone)

9. April 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

(c) belmonte 2016

Fortgang der Arbeit | 17

5. April 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

valentino

Ein alter Mercedes-Bus transportiert Besucher und Einheimische durch die Berge.

(c) valentino 2016

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