Wild Tales – Jeder dreht mal durch: Aggressionstherapie nötig? (Filmrezension)

4. Juli 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

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Relatos salvajes

Für diesen Beitrag bedanken wir uns bei Matthias Holm, Gastautor bei unserem Partner-Blog „Die Nacht der lebenden Texte“.

Episodenkomödie // Wer hat es sich nicht schon mal gewünscht, den nervenden Autofahrer vor einem zu rammen oder den Pfeifen in der Behörde mal so richtig die Meinung zu geigen? Diesen Wunsch nach Konfrontation reizt Damián Szifrón in seinem Film „Wild Tales“ aufs Äußerste aus.

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Auf einer staubigen Landstraße …

Der argentinische Regisseur erzählt sechs voneinander unabhängige Geschichten. Alle Episoden haben eins gemeinsam: Eine der Figuren dreht durch. Das kann zu witzigen Eskapaden führen, wie in der großartigen dritten Episode „Straße zur Hölle“, oder dem Zuschauer bleibt das Lachen im Halse stecken, wie in „Die Rechnung“. Nicht alle Geschichten zünden, und doch haben sie alle ihren eigenen Charme.

Nominiert für den Auslands-Oscar

Szifrón versteht es, innerhalb kürzester Zeit sechs Mal eine komplett andere Atmosphäre zu erschaffen und die Ausgangssituationen zu erläutern. Zwischendurch verzettelt er sich ein wenig – bei einer Laufzeit von knapp zwei Stunden schleicht sich die eine oder andere Länge in den Film. Dennoch bleibt „Wild Tales – Jeder dreht mal durch“ über die gesamte Laufzeit unterhaltsam. Eine Nominierung für den Auslands-Oscar war der Lohn, zudem hagelte es Auszeichnungen, darunter zehn Preise der argentinischen Filmakademie und einen Goya für den besten iberoamerikanischen Film.

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… kommt es zum Duell zweier Männer

Viel mehr muss man nicht über den schwarzhumorigen Film verraten, denn die Kapriolen, die die einzelnen Episoden schlagen, sollte man sich nicht spoilern lassen. Denn davon leben die Geschichten: von der Unvorhersehbarkeit und diesem Gefühl, dass man fast alles, was da passiert, auch mal machen will.

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Ich schreie nicht!

Veröffentlichung: 25 Juni als Blu-ray und DVD

Länge: 123 Min. (Blu-ray), 117 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Spanisch
Untertitel: Deutsch, Spanisch
Originaltitel: Relatos salvajes
ARG/SP 2014
Regie: Damián Szifrón
Drehbuch: Damián Szifrón
Besetzung: Darío Grandinetti, María Marull, Mónica Villa, Rita Cortese, Leonardo Sbaraglia
Zusatzmaterial:
Vertrieb: Prokino Home Entertainment

Copyright 2015 by Matthias Holm

Fotos, Packshot & Trailer: © 2015 Prokino Home Entertainment

Varners Laden

30. Juni 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Varners Laden

Aquarell: Valentino

BAWÜLON fragt, BELMONTE antwortet: „Der Roman ist tot.“

27. Juni 2015 § 2 Kommentare

 
Interview zum Fortsetzungswerk geheimschrift des iohanan vom aufstieg aus dem dunkelen reich ins licht, ursprünglich erschienen in BAWÜLON, Zeitschrift für Literatur und Kunst, Ausgabe 2-3, 2011.

BAWÜLON 2-3, 2011, 2-3

BAWÜLON 2-3, 2011

BAWÜLON:
Was ist das eigentlich für eine Literatur?

BELMONTE:
Das ist eine neue Epik, aber es steckt die alte, die ganz alte Epik, die gesungene, in dieser neuen Epik.

BAWÜLON:
Wieso schreibst Du gerade in dieser Form?

BELMONTE:
Es ist die Form, die mir der heutigen Zeit als die am ehesten geeignete erscheint. Der Roman ist tot.

BAWÜLON:
Meinst Du, dass es noch Leser für eine solche Literatur gibt?

BELMONTE:
Romanhaftes Leben ist tot. Es wird also wieder Leser für diese neue Epik geben. Oder es wird keine Leser mehr geben.

BAWÜLON:
Was für eine Zielgruppe könnte so eine Literatur haben?

BELMONTE:
Die neue Epik umfasst Bühne, Lyrik und Gesang, sie ist eine offene Epik. Dementsprechend richtet sie sich an eine ebenso offene Leserschaft und Zuhörerschaft.

BAWÜLON:
Was kannst Du in zwei, drei Worten über die gegenwärtige Literatur sagen?

BELMONTE:
Ich kann mich hier nur wiederholen: Der Roman ist tot. Wer im Roman lebt, trägt eine tote Haut. Die heutige Romanproduktion ist nur ein letztes Aufbäumen. Die neue Epik macht den alten Kern wieder sichtbar. Die Sprache kehrt zum Wort und zu seinem Klang zurück. Die neue Epik ist der ganz alte Gesang.

(c) Pop-Verlag, Ludwigsburg 2011. Wiederveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Pop-Verlags.

Das Rohe im Menschen – William Faulkner: Licht im August (Rezension)

23. Juni 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

valentino

In seinem 1932 erschienenen Roman „Licht im August“ schildert der US-Autor und Literatur-Nobelpreisträger William Faulkner den moralischen Verfall in einem Landstrich in den amerikanischen Südstaaten.

Die schwangere Lena Grove wandert auf der Suche nach dem Vater des Kindes von Alabama nach Mississippi. In der Kleinstadt Jefferson trifft sie den in einem Hobelwerk arbeitenden Byron Bunch. Eine gelbe Rauchsäule steigt wie ein Menetekel in den Himmel: Zwei Meilen in der Ferne steht das alte Haus der Burdens in Flammen.

William Faulkner: Licht im August

William Faulkner: Licht im August

Dort lebt die alleinstehende Joanna Burden. Ihr Großvater Calvin war Nachfahre neuenglischer Unitarier. Er trat für die Abschaffung der Sklaverei ein. Der ehemalige Sklavenhalter Colonel Sartoris tötete 14 Jahre vor Joannas Geburt ihren Halbbruder und Calvin bei einem Streit über das Wahlrecht für Schwarze.

Byron erzählt Reverend Gail Hightower von Lena. Der weltabgewandte Geistliche lebt in einem dunklen Haus in einer Seitengasse des Ortes. Seine Frau kam unter mysteriösen Umständen in einem Hotel in Memphis bei einem Fenstersturz ums Leben. Hightowers Großvater kämpfte in der Armee der Konföderierten im amerikanischen Bürgerkrieg – er wurde beim Hühnerstehlen erschossen. Täglich sitzt Hightower gedankenversunken am Fenster seines Studierzimmers. Er blickt in das kupferfarbene Licht der Nachmittage und erwartet die Ankunft seines toten Großvaters:

„Und ich weiß, dass ich fünfzig Jahre lang nicht einmal Lehm gewesen bin – ich bin ein einziger Moment der Dunkelheit gewesen, in dem ein Pferd galoppierte und ein Schuss krachte.“ (456)

Hauptfigur des Romans ist der „weiße Neger“ Joe Christmas: Er ist auf der Suche nach seiner Identität, innerlich zerrissen zwischen den Welten der Schwarzen und der Weißen. Joe wird als Kleinkind an Heiligabend vor der Tür eines Waisenhauses gefunden. Mit fünf Jahren gibt man ihn zur Adoption frei. Es wird darüber spekuliert, es könne „Negerblut“ in seinen Adern fließen. Diese Vorstellung verfolgt Joe von klein auf, obwohl es keine Belege dafür gibt. Das strenggläubige Ehepaar McEachern adoptiert ihn. Der bigotte Pflegevater schreckt nicht vor – teils grundlosen – Prügelstrafen zurück.

Joes erste Liebe ist die Kellnerin Bobbie, die auch als Prostituierte arbeitet. Eines Tages kommt es zur handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen dem 18-jährigen Joe und seinem Pflegevater, bei der McEachern stirbt. Joe flieht von zu Hause, Bobbie weist ihn ab. Daraufhin lebt er zwölf Jahre als Wanderarbeiter auf einer Achse zwischen Michigan und Mexiko. In Jefferson zieht er in eine Hütte hinter Joannas Haus. Zusammen mit Joe Brown, dem Kindsvater unter falschem Namen, verkauft er schwarzgebrannten Whiskey.

Faulkner zeichnet seine Figuren fein und nuanciert: Die Perspektive wechselt ständig, es gibt verschiedene Erzähler, assoziative Folgen von Bildern und zahlreiche Rückblenden. Das erzeugt Mitgefühl, irritiert aber auch, weil die Figuren (als Teile einer verrohten Umwelt) roh und stumpf sind: Sie sind Opfer und Täter zugleich. Sie fügen sich stoisch ihrem Schicksal, wandeln wie Geister zwischen Leben und Tod.

Das Grauen lauert hinter einer Fassade aus falscher religiöser Moral oder fanatischem Patriotismus. Und selbst die Wohltätigkeit der Familie Burden wirkt aufgesetzt. Als Calvins Sohn Nathaniel nach 16-jähriger Abwesenheit zurückkehrt, hat dieser einen Sohn mit der Mexikanerin Juana. Sie sieht Calvins Frau zum Verwechseln ähnlich (Nathaniel nennt später seine Tochter nach ihr). Calvin sagt:

„Noch so ein verdammter schwarzer Burden. (…) Die Leute werden denken, ich hab einen verdammten Sklavenhalter aufgezogen. Und jetzt zieht er auch einen auf. (…) Diese verfluchten, klein gebauten schwarzen Menschen; klein gebaut, weil das Gewicht von Gottes Zorn auf ihnen lastet, schwarz, weil die Sünde der Versklavung von Menschen ihr Blut und ihr Fleisch fleckt. (…) Aber wir haben sie jetzt befreit, Schwarze und Weiße gleichermaßen. Jetzt werden sie ausbleichen. In hundert Jahren sind sie wieder alle weiß. Und dann lassen wir sie vielleicht wieder nach Amerika rein.“ (228f.)

Calvins Worte scheinen zunächst seinem Handeln zu widersprechen, weil er sich vehement gegen die Sklaverei einsetzt. In der Tat vermischt er beim Sprechen zwei verschiedene Konzepte miteinander: das der äußeren Erscheinungen (die unterschiedlichen Hautfarben) mit dem der inneren Aspekte (moralische Integrität versus moralische Abschweifung). Schwarzsein ist hier eher im moralischen Sinne gemeint: Schwarz sind auch die Sklavenhalter. Der in Jefferson allgegenwärtige Rassismus hat eben viele Gesichter: Während er bei Calvin quasi eine alternative Variante darstellt – begrenzt auf den häuslichen Bereich –, äußert er sich noch drastischer beim Lynchmörder Percy Grimm: Der Nationalgardist war zu jung für den Ersten Weltkrieg – jetzt paart er seine Vaterlandsliebe mit rassistischer Perversion:

„Als die anderen in die Küche kamen, sahen sie den inzwischen beiseitegestoßenen Tisch und Grimm, der sich über den Mann beugte. Und als sie näher kamen, um zu sehen, was Grimm vorhatte, sahen sie, dass der Mann noch nicht tot war, und als sie sahen, was Grimm tat, stieß einer der Männer einen erstickten Schrei aus und stolperte rückwärts gegen die Wand und erbrach sich.“ (431)

Auch Hightower wird mit Rassismus konfrontiert: Weil er Schwarze wie Weiße behandelt, findet er eines Morgens das Fenster seines Studierzimmers zerbrochen vor. Auf dem Fußboden liegt ein Backstein. Daran gebunden ist ein Zettel mit der Aufforderung, die Stadt bis Sonnenuntergang zu verlassen – signiert mit dem dreifachen Großbuchstaben „K“. Doch obwohl man ihn kurz darauf bewusstlos schlägt, bleibt er:

„Einer mag davon reden, wie gern er vor den Lebenden fliehen würde. Aber es sind die Toten, die (…) still an einer Stelle liegen und gar nicht versuchen, ihn festzuhalten, sie sind es, denen er nicht entfliehen kann.“ (71)

Die Lektüre ernüchtert und verstört. Der Blick in die menschlichen Abgründe hinterlässt Spuren. Es ist aber immer eine offene Epik mit einem Hoffnungsschimmer. So setzt Lena, nachdem sie ihr Kind zur Welt gebracht hat, unbeirrt ihren Weg nach Tennessee fort.

(c) valentino 2015

William Faulkner: Licht im August, Rowohlt Verlag, Reinbek 2010, 479 S.

Link zum Datensatz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Blackhat – Hacker gegen Hacker in digitaler Action (Filmrezension)

20. Juni 2015 § Ein Kommentar

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Blackhat

Diesen Gastbeitrag hat uns erneut Simon Kyprianou zur Verfügung gestellt, Gastautor bei unserem Partner-Blog Die Nacht der lebenden Texte und Autor bei 35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin. Vielen Dank dafür.

Actionthriller // Ein Hackerangriff legt ein chinesisches Atomkraftwerk lahm, Börsenkurse werden manipuliert. Die USA und China sind höchst besorgt und beschließen trotz gegenseitigen Misstrauens, in diesem Fall zusammenzuarbeiten. Chen Dawai (Leehom Wang) vom chinesischen Geheimdienst will seinen alten Studienkameraden und mittlerweile inhaftierten Hacker Nick Hathaway (Chris Hemsworth) zu den Ermittlungen hinzuziehen. Die FBI-Agentin Berrett (Viola Davis) ist anfangs skeptisch, erkennt aber schnell den Nutzen von Hathaway. Der wiederum verliebt sich in Chen Lien (Wei Tang), die Schwester seines alten Freundes. Schnell merkt das Team, dass ihr Gegner nicht zu unterschätzen ist.

Michael Mann und das digitale Drehen

Michael Manns letzte Filme waren weder beim Publikum noch bei der Filmkritik besonders erfolgreich, „Miami Vice“ (2006), „Public Enemy“ (2009) und jüngst auch „Blackhat“ floppten im Kino. Dabei hat er mit ihnen einen konsequenten künstlerischen Ansatz verfolgt, ist Mann doch einer der wenigen Regisseure, die das digitale Drehen, die kühlen digitalen Bilder zum eigenständigen Stil erheben.

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Der geheimnisvolle Hacker ist Nick und Chen auf den Fersen …

Angefangen bei „Collateral“, in dem sowohl digitale als auch analoge Kameras benutzt wurden, fand Manns digitale Ästhetik ihren Höhepunkt in „Miami Vice“ und wurde fortgeführt in „Public Enemy“ und nun auch in „Blackhat“. Tendenzen hin zu dieser Ästhetik konnte man bereits in Manns frühen Arbeiten, wie „Der Einzelgänger“ („Thief“, 1981) und „Blutmond“ („Manhunter“, 1986) entdecken.

Wie inszeniert man das Hacken?

„Blackhat“, das muss man wohl einräumen, scheitert an der angemessenen Behandlung seines Sujets. Es gelingt Michael Mann nicht, Bilder für das „Digitale“, für das „Hacken“ zu finden, es misslingt ihm, diesen abstrakten technischen Vorgang in Bilder zu übersetzen. Der Versuch bremst den Film immer wieder aus, nimmt ihm Dynamik und Tempo. Gewöhnlich sind Manns Filme inhaltlich entschlackt, von allzu großem narrativen Ballast befreit, doch „Blackhat“ wird, vor allem zu Anfang dadurch etwas ausgebremst.

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… doch Nick schlägt zurück

Was Mann aber gelingt: einen hervorragenden Actionfilm zu inszenieren, vor allem in der zweiten Hälfte, in der er sich etwas vom Hacker-Thema entfernt. Digital-körnige, schwirrend-fiebrige Nachtaufnahmen, eine dynamische Kamera, ein hinreißendes Spiel mit Farben und Formen – in dieser zweiten Hälfte erhebt sich „Blackhat“ zum Action-Rausch. Die Figuren sind, typisch für Mann, gradlinig und direkt charakterisiert, da braucht es nicht mehr als einen flüchtigen Blickwechsel zwischen Frau und Mann, um einander unrettbar zu verfallen.

Zum Ende hin inszeniert Mann eine Massenszene in Jakarta, in dessen Getümmel sich die Figuren gegenseitig zerfleischen, festgehalten in eskalierenden, hitzigen digitalen Bildern. So exzessives, herrliches Actionkino findet man heute sonst beinahe nirgendwo.

Veröffentlichung: 18. Juni 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 133 Min. (Blu-ray), 127 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
Originaltitel: Blackhat
USA 2015
Regie: Michael Mann
Drehbuch: Morgan Davis Foehl, Michael Mann,
Besetzung: Chris Hemsworth, Viola Davis, Leehom Wang, Wei Tang, John Ortiz, William Mapother, Sara Finley, Spencer Garrett
Zusatzmaterial (nur Blu-ray): Die Cyber-Gefahr, Drehorte überall auf der Welt, Realität erschaffen
Vertrieb: Universal Pictures Germany GmbH

Copyright 2015 by Simon Kyprianou

Fotos, Packshot & Trailer: © 2015 Universal Pictures Germany GmbH

Fortgang der Arbeit | 13

16. Juni 2015 § 13 Kommentare

valentino

Eine neue Druckplatte wird für einen Linolschnitt vorbereitet. Diesmal ist das Motiv ein bekannter US-Schriftsteller.

(c) valentino 2015

Autorenlesung des Heidelberger Studentischen Dichterkreises KAMINA im Centro Italiano Monna Lisa

13. Juni 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Autorenlesung KAMINA

Autorenlesung des Heidelberger Studentischen Dichterkreises KAMINA zur Publikation der aktuellen Ausgabe der Literaturzeitschrift BAWÜLON in Kooperation mit dem Centro Italiano Monna Lisa

Datum:
3. Juli 2015, 19.30 Uhr

Ort:
Centro Italiano Monna Lisa, Heidelberg

Freier Eintritt

Lesende Dichter:
Katharina Dück
Manuel Beck
Elena Kisel
Miriam Tag
Olga Kovalenko
Heribert Hansen
Claudia Kiefer
Simon Probst
Anne Schelzig
Wadim Vodovozov

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