Die Entstehung eines Farbholzschnittes | 6

16. August 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

(c) valentino 2016

geheimschrift des iohanan vom aufstieg aus dem dunkelen reich ins licht | zwölfter gesang | 333 bis 336

13. August 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

belmonte

zwölfter gesang

… jaldabaoth vergalt

333 îm das licht und er schuf als der menschen hohn
das schicksal das sich von da an als ein schwerer
schleier über die sterblichen menschen legte
das war die unterste sphäre der äonen

334 über welche die dunklen planeten queren
die seit je die sterblichen menschen bewegten
wer könnte aus der materie entkommen
wann von außerhalb keine befreiung wäre

335 die verlorenen lichter aus der erregten
materie in welche sie aufgenommen
heimzuholen satja hielt inne und wandte
den blick über das trübe wasser da fegte

336 ein wind darüber als wär das licht zerronnen
und die krähe saß wie eine abgesandte
der nacht und îr krächzen war das eines dämons
und ajun wusste sie war zu îm gekommen

(c) belmonte 2016

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Athene

9. August 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Athene

Farbholzschnitt: Valentino

geheimschrift des iohanan vom aufstieg aus dem dunkelen reich ins licht | zwölfter gesang | 329 bis 332

6. August 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

belmonte

zwölfter gesang

… die sieben griffen sie auf
und trieben sie aus dem falschen paradies

329 in einen noch dunkleren schatten hinein
sich hier oder wohin immer zu verlaufen
und hüllten sie in den mantel des vergessens
der sich so fest über adam schloss und seine

330 frau dass die finisternis die sich darauf
gelegt îr licht verkapselte unterdessen
griff jaldabaoth die frau und vergewaltigte
sie und sie war îm nur ein elender haufen

331 und doch war er von dem licht in îr besessen
und fasste danach aber fand keinen halt
aus îm aber zeugte sie die ersten söhne
indes wurde adam in seinem vergessen

332 zu fall gebracht und fiel nieder in die kalte
materie als würde er îre krone
und erst aus der materie wurde er
ein sterblicher mensch jaldabaoth vergalt

îm das licht …

(c) belmonte 2016

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Fortgang der Arbeit | 24

2. August 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

valentino

Für den zweiten Druck lege ich den Druckstock möglichst genau über den ersten.

(c) valentino 2016

belmontes „Sitte und Sittlichkeit“ als eBook erschienen

30. Juli 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

In eigener Sache:

Im Juli 2016 ist belmontes Versroman Sitte und Sittlichkeit im ausgegangenen Jahrhundert bei tolino media als eBook erschienen:

belmonte: Sitte und Sittlichkeit im ausgegangenen Jahrhundert (EPUB)

Sitte und Sittlichkeit

Sitte und Sittlichkeit

Aus dem Nachwort von Cristina Beretta:

… Er hat Gott herausgefordert, sich ihm zu erkennen zu geben. Diese Hybris bestraft Gott, indem er ihn nach eisernem Talionsgesetz zur Erkenntnis von Gut und Böse verdammt, allerdings mit einer einschränkenden Klausel: Der geistgewordene Mensch darf Gott durch dessen Werk – die Welt – erkennen, in das Weltgeschehen darf er indes nicht eingreifen, denn er soll nur Zeugnis ablegen. Der Sündenfall kollidiert mit der Geburt des geschriebenen Wortes.

Der geistgewordene Mensch sieht und berichtet von Erschießung, Ermordung und Vernichtung. Unergründliche, grundlose Gewalt. Eine vertraute condition humaine unseres beginnenden 21. Jahrhunderts: Der homo observans mit Fernbedienung und Maus in der Hand erfährt zeitgleich, was in der Welt geschieht, und ist in Sekundenschnelle informiert, zuweilen sogar besser als die Involvierten selbst. Er ist überzeugt, dass er wissen muss. Wissen ist Macht und die Erkenntnis geht der Handlung voraus – dies besagt die abendländische sokratische Tradition. Der moderne Mensch erlebt durch Zuschauen. Die Authentizität ergibt sich aus der Zuschauerperspektive eines Außenstehenden mit einer Videokamera in der Hand.

Der Schreiber von Sitte und Sittlichkeit sieht jedoch mehr als den Tanzplatz des Todes. Eine Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen offenbart sich ihm als Simultaneität von Hölle, Fegefeuer und Paradies. Anders als in Dantes Divina Commedia sind diese Sphären hier nicht hierarchisch geordnet, von Wächtern streng bewacht und strikt getrennt. Die Schönheit der Natur, das beschauliche Landleben, die Fähigkeit der Menschen zur uneigennützigen Liebe sind Inseln des Guten. Oder sind sie etwa das notwendige Substrat des Bösen? Dieser Gleichzeitigkeit ist mit der Idylle und zugleich einer Ästhetik des Schreckens nachzukommen. …

Fortgang der Arbeit | 23

26. Juli 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

valentino

Für den ersten Druck mische ich die Linoldruckfarben und trage sie mit der Walze auf.

(c) valentino 2016

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